Neue Publikation: Elementares Sprechen
Der neu erschienene Band zur Tagung “Elementares Sprechen” (ESV 2026), herausgegeben von Eva Horn, Sebastian P. Klinger und Vera Thomann.
Die Natur galt lange als stummes Gegenüber des Menschen. Doch die Literatur eröffnet einen anderen Blick auf die Dinge: Was geschieht, wenn Wasser, Feuer, Erde und Luft eine Stimme erhalten? Und wie verändert sich umgekehrt die Literatur, wenn die Elemente nicht bloß Kulisse bleiben, sondern selbst erzählen und Welten herstellen können? Im Zeitalter des Anthropozäns stellen sich solche Fragen nach den Ausdrucksformen der mehr-als-menschlichen Welt mit neuer Dringlichkeit.
Der Band „Elementares Sprechen“ untersucht erstmals, wie die deutschsprachige Literatur Wasser, Feuer, Erde und Luft als sprechende und weltbildende Kräfte inszeniert. Die Beiträge führen von der antiken Elementenlehre über Goethe, die Romantik und die Moderne bis in die Gegenwartsliteratur. So entsteht ein faszinierender Dialog zwischen Literaturwissenschaft, Kulturgeschichte und Environmental Humanities.
Der Band geht überwiegend auf die Konferenz „Elementares Sprechen: Verfahren und Ästhetiken einer mehr-als-menschlichen Literatur“ zurück, die im Juli 2025 in der Wiener Hofburg stattgefunden hat und großzügigerweise durch das FWF-Projekt „Landschaft, Leben, Form. Die Poetik des Anthropozäns“ finanziert wurde (Grant-DOI: 10.55776/P33108, 2020–2026). Die Möglichkeit einer Open-Access-Publikation entstand ebenso durch die Unterstützung des Austrian Science Funds.
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Eva Horn, Sebastian Klinger und Vera Thomann (Hg.): Elementares Sprechen. Verfahren und Ästhetiken einer mehr-als-menschlichen Literatur. Beiheft zur Zeitschrift für deutsche Philologie, Bd. 28. Berlin: Erich Schmidt Verlag 2026. https://www.esv.info/978-3-503-24404-1.